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Ein Durlacher hat Lust auf Leben

Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen zur Typisierung

„Oft wird das Ausmaß der Krankheit erst deutlich, wenn es einen Freund, Verwandten oder Bekannten trifft“, schildert Carsten de la Porte vom Verein Cent hinterm Komma seine Betroffenheit. Und so war es keine Frage, dass er gemeinsam mit Wolfgang und Gerhard Kessler sofort die Initiative ergriffen, als sie von der Leukämieerkrankung des Durlachers Uli Hund erfuhren. Nur durch das Finden eines geeigneten Spenders zur Stammzellentransplantation besteht die Möglichkeit auf Heilung. Schnell erfuhren Sie, dass die Suche einer „Nadel im Heuhaufen“ gleicht, fanden aber in dem Weingartner Verein B.L.u.T e.V. (Blut für Leukämie- und Tumorerkrankte) einen geeigneten, erfahrenen Partner. Am 26. November von 11-19 Uhr findet nun in der Karlsburg eine groß angelegte Typisierungsaktion statt.

„Das Verfahren dauert nur etwa eine viertel Stunde“, erklärt Peter Stattherr von B.L.u.T e.V., seit 1989 Organisator für allogene Stammzellentransplantation an der Uniklinik Heidelberg. Nur etwa 10 ml. Blut bekommt der Teilnehmer an der Aktion abgezapft. Dabei gelten ähnliche Regeln wie bei der Blutspende. Man sollte nicht älter als 55 Jahre sein und keine gravierenden Vorerkrankungen aufweisen. Ein Gespräch im Vorfeld der Typisierung gibt darüber Aufschluss. In Deutschland sind derzeit ca. 7 Millionen potentielle Spender in einer zentralen Datei registriert; weltweit sind es ca. 29 Millionen. Selbst wenn sich in diesem Fall keine Übereinstimmung, so besteht doch künftig die Möglichkeit, mit seiner Bereitschaft, Leben zu retten. Sollte ein passender Patient gefunden werden – die Proben werden bis zum 55. Lebensjahr des Spenders aufbewahrt – wird er kontaktiert und um Zustimmung gebeten. Die Transplantation ist dann für den Spender ambulant und ohne großes Risiko oder Schmerzen.

Insgesamt 90.000 neue Spender hat B.L.u.T e.V. in den vergangenen Jahren getestet und landete dabei 600 Treffer. Ein Ergebnis, dass sich die Durlacher Initiatoren mit ihrer Aktion unter dem Titel „Ein Durlacher hat Lust auf Leben“ auch für ihren Freund erhoffen. Da jede Spende mit Kosten in Höhe von 50 Euro verbunden ist, freuen sich die Durlacher auch über finanzielle Unterstützung. Klaus Vogelbacher von dm Karlsruhe, als künftiges „Durlacher Unternehmen“, hat bereits den Anfang gemacht und spontan und unkompliziert einen vierstelligen Betrag angekündigt. Der Verkauf von Prosecco am Aktionstag soll weitere Kosten decken.

Schirmherrin der Aktion ist die Durlacher Ortsvorsteherin Alexandra Ries.

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