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Stupferich erhält neue Holzskulptur, geschaffen von lokalen Künstlern.

Die neue Skulptur von Laura Danzi und Thomas Fabry wird in Stupferich aufgestellt.


Die Stupfericher Künstlerin Laura Danzi am 16. Oktober 2011 vor dem Rathaus in Aktion.  Foto: Samuel Degen


Wir berichteten, dass laut einer Pressemitteilung der Stadt KA bei der Stupfericher OR-Sitzung am 29. Feb. 2012 sich die Räte durch den Antrag der CDU-Fraktion mit der Aufstellung einer Holzskulptur mit dem Stupfericher Wappen im Bereich des Gemeindezentrums befassen. Am 18. Oktober 2011 sowie am 24. Februar 2012 informierten wir über die Entstehung der Skulptur mit dem Stupfericher Wappen bei einer öffentlichen Kunstaktion bei der Kerwe am 16. Oktober 2011 vor dem Rathaus wie auch der uns gegenüber geäußerte Wunsch der Künstler Laura Danzi und Thomas Fabty bezüglich der Aufstellung.

Hier nun die wichtigsten Stellungnahmen und Aussagen bei der öffentlichen Ortschaftsratssitzung vom 29. Februar 2012:

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Ludwig Kast, begründete den Antrag seiner Fraktion auf Aufstellung der Skulptur im Bereich des Gemeindezentrums. Bei der Kunstaktion am 16. Oktoter 2011 wünschten sich demanch viele der Besucher wie auch die Künstler Laura Danzi und Thomas Fabry die Aufstellung in einem Pflanzbereich direkt vor dem Gemeindezentrum, in dem früher ein kranker Baum stand, der gefällt werden musste. Der angedachte Platz sei zwar nun im Winter neu mit einem Baum bepflanzt worden, der könne jedoch noch nicht angewachsen und deshalb leicht wieder entfernbar sein.

OR Manfred Baumann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, sprach aus, dass er grundsätzlich den Antrag mittrage. Die Skulptur würde jedoch vor dem Gemeindezentrum "die Atmosphäre erschlagen" und empfahl die Suche nach einem anderen Platz.

Auch der SPD Fraktionsvorsitzende Josef Wipper sprach sich gegen diesen Platz aus und empfahl die Aufstellung bei der Bergleshalle neben der "Lothar" Gedenktafel oder draußen bei der Ochsenstraße. In der Ortsmitte seien bereits zu viele Skulpturen vorhanden. Er bemängelte, dass die Skulptur zuvor von den Räten nicht in Natura gesehen werden konnte. Eine Einigung sei aber sicherlich möglich.

In der anschließenden kontroversen Diskussion sprachen sich die Räte dann je nach Fraktionszugehörigkeit für oder gegen die Aufstellung im beantragten Bereich auf.

OR Lars Flühr (FW) beanspruchte eine von seiner Fraktion "abweichende" Meinung. Er finde das fragliche Objekt "klasse" und auch er würde sich über eine zentrale Positionierung in der Ortsmitte freuen. Denkbar wäre für ihn auch die prägnante Ecke Weiklesstraße / Eichwaldstraße. Auch er habe persönlich mit den Künstlern gesprochen und bestätigte deren Wunsch nach zumindest einer Aufstellung im Ortskern.

OR Wolfgang Nitzschke (FW) wandte sich gegen die Aufstellung der Skulptur vor dem Gemeindezentrum, sie stünde dort in Konkurrenz zur Bronzefigur Marktfrau und empfahl die Aufstellung am Bergle oder am Rückhaltebecken.
Außerdem kenne er das Objekt nicht und könne sich anhand des mit dem Antrag vorgelegten Fotos kein umfassendes Bild machen und demnach auch heute nichts entscheiden.

Die Idee , in Stupferich einen " zentralen Ort" wie z.B. einen  „Skulpturenweg " zu schaffen,  sprach dann OR Alfons Garnter aus.  Er wolle keine Einzelpositionierungen, sondern eine Aufreihung. Laura Danzi habe ihr Atelier ja in Stupferich und so wäre es möglich, auch ggf. weitere Objekte von ihr in dieser Reihe aufzustellen. Man könne auch die diskutierte Skulptur für ein Jahr, wie beantragt, vor dem Gemeindezentrum aufstellen und später dann in den Skulpturenweg umsetzen.

OR Ludwig Kast griff als Antragsteller an dieser Stelle wieder in die Diskussion ein. Er fände solch einen "Skulpturenweg" im Grundsatz auch gut. Durch die Tatsache, dass Laura Danzi in KA Kunst studiert und ihr Atelier in Stupferich habe, solle dem aber unbedingt Rechnung getragen und die Skultpur nicht in einen unbedeutenden zentrumsfernen Außenbereich wie beim Bergle "verbannt" werden. Auch argumentierte er, dass Hohenwettersbach bereits Tatsachen geschaffen und Laura Danzi offiziell für die Erstellung derer Skulptur für die 750-Jahr Feier gebucht habe. Auch verwies er als Referenzobjekt auf den von ihr geschaffenen Thomashöfer. Er warb nochmals für eine Aufstellung am besagten Platz vor dem Gemeindezentrum.

Ortschaftsrätin Eva-Maria Schubart (SPD) betonte, mit den genannten drei bereits vorhandenen Kunstwerken im Ortszentrum sei keine Einheit herzustellen, die neue Skulptur sei im Kontrast dazu ein Fremdkörper.  Da aus Holz, solle ein "artgerechter" Platz gefunden werden.

OR Hermann Brenk (CDU) wies darauf hin, dass die Künstler nicht im Wert geschmälert werden sollten und deshalb ein zentraler Standort angesagt sei. Auch er fände den von OR Alfons Gartner vorgeschlagenen "Skulpturenweg" gut, so lange sich dieser im Ortszentrum befände. Er merkte an, dass das Objekt seit Monaten im Atelier der Künstlerin auf dem Stupfericher Becker Gelände steht und es somit den Ortschaftsräten bei Interesse möglich gewesen wäre, dort vorbei zu schauen um es zu begutachten.

OV Rolf Doll (FW) stellte die Situation um die  Neupflanzung eines Baumes auf der beantragten Fläche vor dem Gemeindezentrum wie folgt dar:  Diese Neubepflanzung war bereits nach der Entfernung des kranken Baumes beim Gartenbauamt beantragt.  Dieser Antrag wurde genehmigt und dann planmäßig durchgeführt.  Das besagte, nun neu bepflanzte Blumenbeet, ist aber unabhängig davon auch für ihn nicht der geeignete Platz für die Skulptur.
Er klärte auf, dass die Aufstellung des Objektes seiner Art wegen nicht von der Karsruher Kunstkommission sondern vom Stupfericher Ortschaftsrat entschieden werden kann.
Er sprach sich gegen eine  "Hau-Ruck" Aktion bei der Entscheidungsfindung für einen geeigneten Standort der Skulptur aus.  Auch die Suche nach einem Standort für die bereits vorhandenen Kunstwerke im Ortskern sei umfangreich und zeitraubend gewesen. Außer dem einen vom Antragsteller vorgelegten Foto gäbe es keine Informationen über die neue Skulptur, auch er könne sich somit kein umfassendes Bild vom Aussehen und der der Dimension dieser machen. Man solle nun gemeinsam eine zukunftssichere Lösung suchen, auch durch eine Begehung.

OR Jochen Nagler (CDU) verwehrte sich gegen der Vorwurf einer "Hau-Ruck" Aktion durch den Antrag seiner Fraktion. Auf stupferich.org sei seit Monaten eine umfassende Dokumentation von der Kunstaktion mit der Erschaffung der Skulptur zu sehen und jeder der anwesenden Ortschaftsräte hätte bei Interesse Gelegenheit gehabt, sich auch hier umfassend zu informieren.

Als Reaktion darauf stellte sich OV Rolf Doll vor seine Fraktionskollegen und wies darauf hin, dass stupferich.org keine gewählte Institution und es deshalb keine Pflicht für Ortschaftsräte sei, sich über dieses Medium zu informieren.

Als Alternative zum mehrheitlich abgelehnten Standort vor dem Gemeindezentrum schlug nun OR Ludwig Kast eine Aufstellung am Ortseingang von Kleinsteinbach kommend in Höhe der Fa. Abbas oder beim Ortseingang vom Thomashof kommend zwischen dem Orteingangsschild und dem Weißen Kreuz vor. Auch dieser Vorschlag fand bei den Räten der FW und SPD keinen Zuspruch. Er zog danach den gestellten Antrag, auch mit Rücksicht auf die Künstler, auf die anberaumte Abstimmung zur Aufstellung der Skulptur vor dem Gemeindezentrum wegen sich abzeichnender Erfolglosigkeit zurück.

Ortsvorsteher Rolf Doll sprach sich in seinem Schlusswort für folgenden Lösungsweg aus: 
Besichtigung der Skulptur mit den Ortschaftsräten
Jede Fraktion soll nun Standorte erarbeiten und vorschlagen
Begehung der favorisierten Standorte mit den Künstlern.

Danach soll rasch eine übereinstimmende Entscheidung getroffen und die Skulptur der Öffentlichkeit übergeben werden.



Protokolliert von Samuel Degen und Siegfried Becker

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