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Bioabfallverwertung verbessern

Umweltausschuss nimmt Bericht zu aktuellem Stand zur Kenntnis

Die Stadt Karlsruhe will ihre Bioabfallsammlung und -verwertung ausweiten und verbessern. Einen Bericht über den aktuellen Stand der Planungen hat der Ausschuss für Umwelt und Gesundheit in seiner jüngsten nichtöffentlichen Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Klaus Stapf zustimmend zur Kenntnis genommen.

In den zurückliegenden Monaten wurden die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung für die Trockenvergärungsanlage fertiggestellt, weitere Untersuchungen und Gutachten angefertigt und alternative Verwertungsmöglichkeiten für Bioabfälle geprüft. Der vorliegende Entwurf verringert den Flächenverbrauch um 3.000 Quadratmeter, verbessert die landschaftliche Einbindung und beinhaltet eine komplette Einhausung der einzelnen Teile der Anlage. Offen sind noch das Betriebskonzept sowie Konzepte zur Auslastung der Anlage und zur Verkehrssituation.

Dabei erreicht nach Bewertung des Fachamtes die Optimierung der bestehenden Nassvergärungsanlage im Eisenhafengrund nicht die ökologischen und ökonomischen Eckwerte der geplanten Trockenvergärungsanlage, beim alternativen HTC-Verfahren (Hydrothermale Carbonisierung) wird noch keine ausreichende Verfahrensreife gesehen. Das Karlsruher Institut für Technologie forscht auf diesem Gebiet. Eine fachliche Unterstützung der Forschungstätigkeit wird von der Stadt angeboten.

Zwei sinnvolle Wege
Insgesamt ergeben sich nach aktuellem Stand zwei ökologisch und ökonomisch sinnvolle Wege zur Behandlung der Bioabfälle. Erstens Bau und Betrieb einer Trockenvergärungs­anlage durch das Amt für Abfallwirtschaft und zweitens die externe Vergabe unter Berücksichtigung von Referenzwerten aus der Planung der Trockenvergärungsanlage.

Der Stadt liegt inzwischen eine Interessensbekundung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens für den Bau und den Betrieb einer Vergärungsanlage zur Verwertung der städtischen Biotonnenabfälle in Karlsruhe vor. Da dies eine weitere sinnvolle und nun realistische Möglichkeit für die Stadt sein kann, wird die Verwaltung diese Option mit ihren Randbedingungen näher untersuchen und bewerten. In diesem Falle wäre aus wettbewerbsrechtlichen Gründen eine Ausschreibung erforderlich. Eine detaillierte Vorstellung der Planungen und ein Vergleich der verschiedenen untersuchten Möglichkeiten folgen danach und sollen die Vor- und Nachteile der vorhandenen Optionen darstellen. Dabei muss auch die Nahwärmeversorgung zweier Wohngebiete in Hohenwettersbach berücksichtigt werden.

Vor der grundsätzlichen Entscheidung zum weiteren Vorgehen schlägt die Verwaltung vor, abhängig vom Ergebnis der Untersuchung eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger durchzuführen, bei der auch Vorschläge für weitere Standorte und Verfahren erörtert und eine Empfehlung an den Gemeinderat ausgesprochen werden können.

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