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Zwischenbilanz zum Förderprogramm Radverkehr

Radlerforum diskutierte Neuerungen für den Radverkehr

Wo steht Karlsruhe bei der Umsetzung des im Oktober 2005 beschlossenen 20-Punkte-Programms zur Förderung des Radverkehrs? Und: Konnte durch die Investitionen in die Radstadt Karlsruhe der Radverkehrsanteil tatsächlich gesteigert werden? Genau wird man es wissen, wenn die Ergebnisse der Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten vorliegen. "Gefühlsmäßig hat sich der Radverkehr deutlich gesteigert, wir sind gespannt auf die Ergebnisse zum Modal Split", meinte Christian Büttner, ADFC-Geschäftsführer des Kreisverbandes Karlsruhe, am Mittwoch beim Radlerforum im Karlsruher Rathaus. Das Gremium mit Vertretern aus Politik und Verwaltung, Verbänden sowie weiteren mit dem Radverkehr befassten Institutionen trifft sich ein bis zwei Mal im Jahr, um aktuelle Radthemen zu diskutieren.

Die Befragung der Haushalte zum Mobilitätsverhalten hat im März begonnen und läuft noch bis Mai, hatten Ulrich Wagner und Katrin Herold vom Stadtplanungsamt informiert. Alle zehn Jahre werde damit der Modal Split beleuchtet. 2002 lag der Radverkehrsanteil bei 16 Prozent, 44 Prozent entfielen auf das Auto, 18 Prozent auf den Öffentlichen Personennahverkehr und 22 Prozent waren zu Fuß unterwegs.

In ihrem Tätigkeitsbericht hatten Wagner und Herold einige Neuerungen vorgestellt, einen Ausblick auf anstehende Maßnahmen gegeben, aber auch dargelegt, wo es derzeit - etwa beim Ausbau des Radwegenetzes - noch klemmt. Als deutliche Verbesserung wurde im Radlerforum beispielsweise die neue Radwegeführung auf der Durlacher Allee von Durlach nach Karlsruhe über die alte B10 empfunden. Diese ersetzt die bisherige Unterführung, wo es häufig zu gefährlichen Situationen gekommen war. Ein Anliegen war zu prüfen, ob auch eine ebenerdige Querung in Grötzingen über die B3 anstelle der dortigen Unterführung möglich ist. Eine weitere Anregung war, den Radmängelbogen im Internet mit der Möglichkeit zu versehen, ein Bild zur Verdeutlichung der Situation hochzuladen. Und: Bei der ohnehin geplanten Aufstockung der Radabstellanlagen solle die Stadt auch Fahrräder mit Anhänger und andere Sonderfahrräder im Blick zu haben.

Noch keine planerische Lösung gibt es für Radwege zu den Bergdörfern, erfuhren die Mitglieder des Radlerforums. "Wir stoßen immer wieder an Grenzen", mussten die Radexperten des Stadtplanungsamts mitteilen. Denn: Regelkonforme Radwege benötigen Platz, bei Verbreiterung der Fahrbahn sind wiederum Eingriffe in den Forst problematisch. Auf der Strecke von Stupferich nach Kleinsteinbach habe man sich damit geholfen, den Seitenstreifen zu verbreitern ohne diesen als Radweg zu deklarieren - denn die Breite reicht für einen offiziellen Radstreifen nicht aus. Auch das Dauerthema Anbindung der Messe Karlsruhe an Karlsruhe sowie die Verbindung vom Rheinhafen über Mühlburg in die Innenstadt warten noch mit Knackpunkten auf.

Bei der Aufwertung der Innenstadt nach Beendigung der Bauarbeiten für die Kombilösung "wollen wir alles, was im öffentlichen Raum herumsteht, gestalterisch in die Hand nehmen", bekräftigte Bürgermeister Michael Obert. Daher überlege sich die Stadtverwaltung auch Lösungen für gut gestaltete funktionale Radabstellanlagen. Einen weiteren Punkt nahm Obert aus dem Radlerforum mit: Wenn der Marktplatz ab 2013 aufgrund der Bauarbeiten für den Stadtbahntunnel für Veranstaltungen wegfällt, dann müsse bei der Suche nach Ausweich-Standorten sichergestellt sein, dass die City-Route intakt bleibt.

Neben dem Polizeipräsidium Karlsruhe mit einem Beitrag zur Unfallstatistik mit Radfahrerbeteiligung sowie der DB Rent zu "Call a Bike" ging Bettina Reitze-Lotz von der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) auf den Radtourismus ein. Mit Natur und Kultur wolle die KMK die radelnden Touristen ansprechen. Momentan prüfe man gemeinsam mit der Stadtverwaltung, wo abschließbare Fahrradboxen - für Fahrrad und Gepäck - aufgestellt werden können. Und Info-Tafeln an den Radfernwegen sollen künftig Radler zum Kulturgenuss nach Karlsruhe locken. Das umfangreiche Angebot des ADFC hatte Christian Büttner vorgestellt, neben Beratung gibt es etwa Neubürgertouren mit dem Fahrrad oder auch Reparaturkurse für Frauen.

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