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Auch „Magistrale für Europa“ steigert Wirtschaftlichkeit der Neubaustrecke Stuttgart - Ulm

Ausgebauter Magistrale-Korridor schafft 16 Milliarden Euro Bruttoinlandprodukt zusätzlich pro Jahr/Karlsruhes OB und Vorsitzender der Initiative „Magistrale für Europa“, Heinz Fenrich, warnt davor, dass Technologiestandorte von der Entwicklung abgehängt werden

„Wer die ‚Magistrale für Europa’ als ‚Kopfgeburt’, ‚Marketing-Gag’ und ‚irrelevant für die Wirtschaftlichkeit der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm’ bezeichnet, kennt entweder die Faktenlage nicht oder blendet die sachlichen Zusammenhänge aus“. Mit deutlichen Worten reagiert Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich in seiner Funktion als Vorsitzender der transnationalen Initiative „Magistrale für Europa“ auf Bewertungen und Einschätzungen der Neubaustrecke Stuttgart - Ulm, die sowohl von den Gegnern als auch vom Technik-Vorstand der Bahn, Volker Kefer, in der dritten Schlichtungsrunde zu Stuttgart 21 geäußert wurden. „Stuttgart 21 mit der Schnellbahntrasse nach Ulm ist ein zentrales Element der von der Europäischen Union und den Mitgliedsstaaten beschlossenen Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN) und ein überfälliger Lückenschluss im dabei prioritären Projekt 17, der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris bis Bratislava. Nicht ohne Grund beteiligt sich die Europäische Union mit 237 Millionen Euro an der Finanzierung zur Beseitigung des Engpasses zwischen Stuttgart und Ulm“, unterstreicht Fenrich und verweist auf den jüngst vorgelegten Bericht des zuständigen EU-Koordinators Péter Balázs.

Der Magistrale-Vorsitzende ruft auch noch einmal in Erinnerung, dass die Initiative bereits 2001 eine umfassende Studie zu wirtschaftlichen und verkehrlichen Auswirkungen im so genannten Magistrale-Korridor vorgelegt hat. „Mit dem Ausbau der Magistrale ließen sich danach innerhalb der Europäischen Union Jahr für Jahr an die 16 Milliarden Euro an zusätzlichem Bruttoinlandprodukt schaffen“, erinnert Fenrich. Durch die schnellen Schienenverbindungen rückten auch wirtschaftsstarke, innovative Stadtregionen enger zusammen. „Das fördert eine intensive, grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Wirtschaft und ermöglicht einen interdisziplinären Austausch von Forschungs-, Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen sowie Kulturinstitutionen. Die Folge: Mit der Zeit- und Kostenersparnis eröffneten sich den rund 34 Millionen Menschen im Magistrale-Korridor neue Entwicklungsmöglichkeiten und Chancen auf mehr Lebensqualität“. Deshalb steht für Fenrich fest: „Die Neubaustrecke nach Ulm ist ein Projekt von europäischer Dimension, dessen Wirtschaftlichkeit deshalb auch im europäischen Kontext zu bewerten ist.“

Das Karlsruher Stadtoberhaupt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Frankreich und Österreich bis 2016 insgesamt über 12 Milliarden Euro in den Ausbau ihrer jeweiligen Magistrale-Abschnitte investiert haben werden. „Das macht die schnelle Schiene konkurrenzfähiger zu Straße und Luftverkehr. Fahrgastzuwächse sind sicher. Von den Neubaustrecken unserer europäischen Nachbarn profitiert die Strecke Stuttgart - Ulm, und natürlich auch die grenzüberschreitenden Verbindungen mit Frankreich und Österreich“, sagt Fenrich und verweist auf die schnelleren Zugverbindungen etwa zwischen Nancy und Ulm, Straßburg und Augsburg, Karlsruhe und Linz sowie Stuttgart und Salzburg.

Zurzeit hinke Deutschland trotz internationaler Verpflichtungen beim Ausbau des süddeutschen Magistrale-Abschnitts allerdings dramatisch hinterher. „Ohne Stuttgart 21 mit der Neubaustrecke Stuttgart - Ulm klafft im Zentrum der ‚Magistrale für Europa’ eine riesige Lücke, die Fernverkehre suchen sich andere Routen, und der Technologie-Standort Baden-Württemberg mit den Zentren Karlsruhe und Stuttgart wird von der Entwicklung abgehängt“, warnt OB Fenrich und kündigt an: „Dies werden die Städte, Regionen und Institutionen, die in der ‚Initiative Magistrale für Europa’ zusammengeschlossen sind, nicht widerstandslos hinnehmen“. Der Bau der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm sei ein unverzichtbarer Ausbauschritt, dem aber weitere folgen müssten - dazu gehörten die Strecken Kehl-Appenweier, der Rastatter Tunnel, die Verbindungen Ulm-Augsburg und München-Mühldorf-Freilassing, so der Magistrale-Vorsitzende. „Die ‚Initiative Magistrale für Europa’ sagt allen ihre Unterstützung zu, die sich ernsthaft für den Ausbau der transeuropäischen Schienenwege einsetzen“, unterstreicht Fenrich. „Die Schlichtungsgespräche haben einmal mehr deutlich gemacht, dass es kein tragfähiges Alternativkonzept zu Stuttgart 21 und zur Neubaustrecke Stuttgart - Ulm gibt. Deshalb wird die Initiative ‚Magistrale für Europa’ auch weiterhin für dieses Projekt eintreten, bei dem es zu keinen weiteren Verzögerungen kommen darf.“

Ansprechpartner:

Bernd Wnuck

Pressesprecher

Stadt Karlsruhe

Telefon: 0721 / 133-1300

Telefax: 0721 / 133-1309

 

Florian Ismaier

Geschäftsführer

Initiative „Magistrale für Europa“

Telefon: 0721 / 133-1874

Telefax: 0721 / 133-1879

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