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Eine „Lehm-Schlange“ für die Schimpansen-Anlage

Eine „Lehm-Schlange“ für die Schimpansen-Anlage

Zoo Karlsruhe: Schimpanse Benny testet den Lehm-Baustein aus dem KIT-Seminar-Projekt aus
Zoo Karlsruhe: Schimpanse Benny testet den Lehm-Baustein aus dem KIT-Seminar-Projekt aus

Juryentscheidung im 1zu1-Seminar-Stampflehm des KIT
Juryentscheidung im 1zu1-Seminar-Stampflehm des KIT

1zu1-Seminar-Stampflehm des KIT : Das Sieger-Team Vanessa Bausch, Tamara Wissel, Peter Trauth und Alonso Cipolla
1zu1-Seminar-Stampflehm des KIT : Das Sieger-Team Vanessa Bausch, Tamara Wissel, Peter Trauth und Alonso Cipolla

1zu1-Seminar-Stampflehm des KIT: Der Siegerentwurf des Teams Vanessa Bausch, Tamara Wissel, Peter Trauth und Alonso Cipolla
1zu1-Seminar-Stampflehm des KIT: Der Siegerentwurf des Teams Vanessa Bausch, Tamara Wissel, Peter Trauth und Alonso Cipolla

 

Juryentscheidung im Eins-zu-eins-Seminar Stampflehm des KIT / Erfolgreicher Praxistest mit Musterwand von Studierenden

Nanu, was ist denn das? Ein kantiger „Lehmbrocken“ mitten im Schimpansen-Revier? Das ist Chefsache! Und so steuert Schimpanse Benny zielgerichtet den Quader an, den Tierpfleger Michael Heneka zusammen mit Studierenden des KIT letzte Woche ins Außengehege der Schimpansen im Zoo Karlsruhe legte. Wie riecht das neue „Möbelstück“, wie fühlt es sich an? Und vor allem: Das kann man ja in Besitz nehmen – also setzt sich Benny zugleich auf seinen neuen „Chefsessel“. Die Frage, wie die Schimpansen im Zoo Karlsruhe auf den Lehmblock reagieren, hatte durchaus die Qualität eines K.-o-Kriteriums. Mit der erfolgreichen Materialprobe war denn auch eine ganz wichtige Hürde im Eins-zu-eins-Seminar Stampflehm des KIT genommen. Denn Aufgabe der Studierenden ist, aus Stampflehm eine Rückwand der Außenanlage zu gestalten.

Rund 40 Studierende im Fachgebiet Gebäudelehre hatten sich daher in den letzten Wochen für das Kooperationsprojekt von KIT und Zoo Karlsruhe auf die Suche nach der optimalen Mischung aus Ton, Kies und Wasser für den Stampflehm gemacht und deren Eigenschaften erforscht. Fertigungstechniken  - etwa Stampfen von Hand und mit verschiedenen Geräten - wurden ausprobiert. Erste Musterwände entstanden, ein Muster war dann nach dem Trocknen zur Begutachtung durch Benny, Katche und Sophie in deren Außengehege gewandert.

Abstrakte Form setzt Material in Szene

Die Vorentscheidung darüber, was die Studierenden dann tatsächlich im Juli aus Stampflehm im Außengehege der Schimpansen bauen, fiel letzte Woche durch die aus Vertretern von KIT und Zoo Karlsruhe gebildete Jury. Aufgabe war, eine Grundidee für die Gesamtanlage zu entwickeln. Alle von den acht Teams für den Wettbewerb eingereichten Arbeiten überzeugten durch hohe Qualität, waren sich Seminarleiter Sebastian Niemann vom Fachgebiet Gebäudelehre und Eva Kaltenbach vom Zoo Karlsruhe einig. Besonders überzeugend habe das aus Bachelor- und Masterstudierenden gemischt besetzte Team Vanessa Bausch, Tamara Wissel, Peter Trauth und Alonso Cipolla mit ihrer „schlangenförmigen Wand“ die Kriterien zoologische Nutzung, architektonische Gestaltung sowie bautechnische Realisierbarkeit umgesetzt, befand die Jury.

Das Sieger-Team schlägt eine einheitliche geschwungene Wand von ansteigender Höhe vor. Diese soll den neuen Rücken für das Gehege bilden – und so den Blick der Betrachter auf sich lenken. Bewusst setzt der Entwurf mit einer abstrakten Form das Material selbst in Szene. Dabei „bespiele die Form den Raum in der Tiefe und nehme, indem sie aus dem Käfig tritt, Kontakt mit dem Besucher auf“, so die Jury. Während Prof. Daniele Marques vom Fachgebiet Gebäudelehre am KIT besonders die „raumbildenden Qualitäten“ der Arbeit schätzte, punktete die Arbeit bei Prof. Rosemarie Wagner vom Fachgebiet Bautechnologie insbesondere durch die Tatsache, dass sich die Wand durch ihre Krümmung selbst stabilisiert. Bei Eva Kaltenbach, Leiterin der Abteilung Bau und Technik des Zoos, stand vor allem die künftige Nutzung im Fokus: „Die Wand soll natürlich das Interesse der Schimpansen wecken und deren Außengehege bereichern - Klettermöglichkeit, Futter suchen und Spaß haben - das alles sollte das Objekt aus Stampflehm den Tieren bieten.“

Klettermöglichkeiten und Futterlöcher integrieren

Das Siegerteam wird seinen Entwurf nun noch einmal städtebaulich überarbeiten und dabei die Anregung der Jury aufgreifen, sich über die genaue Positionierung der Form noch einmal Gedanken zu machen - auch im Hinblick auf die jetzt schon existierende Geländeform sowie die im Gehege fest installierten Gegenstände. Gemeinsam konkretisieren dann alle Studierenden in verschiedenen Gruppen den einen oder anderen Aspekt. Wo soll es Klettermöglichkeiten geben, wo sollen Löcher angebracht werden, um Futter zu verstecken? Diskutiert werden soll zudem, ob etwa es sinnvoll ist, die Wand in Segmente aufzuteilen.

Weitere Informationen

Pressemeldung vom 22. April 2016 auf www.karlsruhe.de

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