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Viele Bäume nahezu kahl gefressen

Raupen des Frostspanners für Menschen ungefährlich / Keine Bekämpfung notwendig

Kaum haben die Bäume ihr neues Blätterkleid angelegt, machen sich die Raupen daran das frische Grün zu verspeisen. In den Wäldern um Karlsruhe lassen sich derzeit Massen von Larven die zarten Blättchen schmecken: Raupen des kleinen und großen Frostspanners und auch Raupen anderer Schmetterlingsarten. Die gefräßigen Tierchen sind 25 bis 35 Millimeter lang und haben besonders Eichen und Hainbuchen aber auch andere Laubbäume nahezu kahl gefressen.

Der Fraß der Raupen kann noch bis Anfang Juni dauern. Die Raupen der Frostspanner verpuppen sich danach im Waldboden. Die Schmetterlinge schlüpfen ab Ende September. Besonders auffällig beim Frostspanner ist der sogenannte Sexualdimorphismus: Nur Männchen sehen aus wie ein Schmetterling und haben Flügel, Weibchen besitzen keine Flügel. Sie müssen im Herbst in die Baumkronen wandern, wo sie von den männlichen Faltern gesucht und befruchtet werden. Die unbehaarten Raupen sind für Menschen ungefährlich.

Zweites Blätterkleid mit Johannistrieb
Es können aber derzeit auch dicht behaarte Raupen auftreten, zum Beispiel die des Eichenprozessionsspinners. Diese sollte man wegen möglicher allergischer Reaktionen nicht berühren. Für die Vögel im Wald, die derzeit ihre Bruten groß ziehen, ist der Futtertisch reich gedeckt.

Die abgefressenen Waldbäume werden mit dem sogenannten Johannistrieb wieder ihr Blätterkleid anlegen. Dabei treiben Blattknospen, die eigentlich schon für das nächste Jahr angelegt sind, neu aus. Durch den Ersatztrieb kompensieren die kahlgefressenen Bäume den Blattverlust. Außer einem geringen Zuwachsverlust tragen die Bäume in der Regel keine Schäden davon. Eine Bekämpfung der Raupen im Wald ist deshalb auch nicht notwendig.

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