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Sanierungsgebiet für Grünwettersbach

Planungsausschuss: Antrag für 2016/Stadtteilentwicklungskonzept Alt-Knielingen

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Karlsruhe 2020 widmet der Entwicklung in den Stadtteilen besondere Aufmerksamkeit. Für Stadtteile mit erhöhtem Handlungsbedarf sollen Stadtentwicklungspläne erarbeitet werden. Zu diesen Stadtteilen zählen Grünwettersbach, Alt-Knielingen, Stupferich und die Untermühlsiedlung, weshalb die Stadtverwaltung ein externes Büro beauftragt hat, eine Grobanalyse zu erstellen. Der Planungsausschuss befasste sich am Donnerstag (5. Juni)  in nichtöffentlicher Sitzung  unter Vorsitz von Bürgermeister Michael Obert mit dieser ersten Einschätzung des Gebietszustands und den daraus abgeleiteten städtebaulichen Erneuerungszielen.

Einig war sich der Planungsausschuss mit den städtischen Planern, dass im ersten Schritt die städtebaulichen und strukturellen Mängel im Höhenstadtteil Grünwettersbach über ein Sanierungsgebiet angegangen werden sollen. Nach der Grobanalyse sowie Gesprächen und Begehungen vor Ort mit dem Regierungspräsidium  stehen  nun im nächsten Schritt  „Vorbereitende Untersuchungen“ an. Die Untersuchung soll den aktuellen Handlungsbedarf im Detail benennen. Gemeinsam mit der Öffentlichkeit soll ein konkreter Maßnahmenkatalog erarbeitet werden. Grünwettersbach profitiert dabei vom Rahmenplan für die Karlsruher Höhenstadtteile, der vom Gemeinderat im Januar beschlossenen wurde. Mit diesem liegen bereits fundierte Erkenntnisse für die Handlungsfelder sowie künftigen Entwicklungen der Höhenstadtteile vor. Ziel ist, auf Basis der „Vorbereitenden Untersuchungen“ im kommenden Jahr Städtebaufördermittel für das Sanierungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ 2016 zu beantragen.

Der 300-jährige Ortskern in Grünwettersbach leidet enorm unter einem hohen Verkehrsaufkommen und fehlenden Parkflächen. Zahlreiche Leerstände, wegbrechende Nutzungen und vernachlässigte Gebäude entlang der Ortsdurchfahrt zeugen von den Missständen. Die niedrige Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und an den zentralen Treffpunkten wirken sich negativ auf das Wohnen, Arbeiten und Leben sowie auf die Nahversorgung im Ortskern aus.

Für Alt-Knielingen besteht ebenfalls aktueller Handlungsbedarf, weshalb auch hier Fördermittel aus dem Programm „Aktive Stadt - und Ortsteilzentren“ ins Auge gefasst werden. Die Probleme im historischen Ortskern des Stadtteils sind ähnlich gelagert: Hohe Verkehrsbelastung, hoher Parkdruck, fehlende Aufenthaltsqualität  und ein Ortskern, der im Gesamteindruck baustrukturelle Mängel aufweist. Im Gegensatz zu Grünwettersbach  soll erst ein Stadtteilentwicklungskonzept  unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt werden, um das relativ große Gebiet noch besser zu fassen.

Für die Untermühlsiedlung sollen zunächst die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ansiedelung der Hauptverwaltungszentrale der Firma dm abgewartet werden. Als Schwachpunkte genannt sind im Stadtentwicklungskonzept die vernachlässigte Gestaltung öffentlicher Freiräume, sanierungsbedürftige Bausubstanz sowie die unzureichende Gestaltung wichtiger Wege und Verbindungen zum Stadtteilzentrum Durlach.

Für Stupferich sollen mit Bebauungsplänen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung des Rahmenplans für die Höhenstadtteile geschaffen werden. Ein erster Schritt hierzu ist bereits getan, denn im öffentlichen Teil hat der Planungsausschuss aktuell den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Kleinsteinbacher Straße, Enzianstraße“ gefasst. Neben den Themen Verkehrsbelastung und fehlende Aufenthaltsqualität sind in Stupferich die ersten Auswirkungen des demografischen und strukturellen Wandels zu spüren. Sanierungsbedürftige Bausubstanz, Leerstände oder auch brachliegende Flächen schwächen das Erscheinungsbild der Ortsmitte.  Der Rahmenplan legt daher eine städtebauliche Konzeption nahe, die im Umfeld des Rathauses von der Feuerwehr bis zum Bereich zwischen der Kleinsteinbacher Straße und Enzianstraße die Stärkung des Quartiers und des Ortskerns im Blick hat. Auch sollen Möglichkeiten für Altenwohnen ausgelotet werden.

Grötzinger Lärmschutzwände mit großzügigen Glaselementen und Aluminiumlamellen

Die Ortsmitte von  Grötzingen braucht entlang der Bahnstrecke eine Lärmschutzwand. Darüber besteht zwischen Bahn und Stadt Einigkeit. Baubeginn soll Anfang August sein. Abschließend geklärt werden musste vom Planungsausschuss noch die endgültige Gestaltung und die Materialien. Die Bahn übernimmt die Kosten für die Lärmschutzwand und einige wenige Glaselemente. Angesichts der örtlichen Situation möchte die Stadt zusätzlich in die Gestaltung investieren.

Die vom Ortschaftsrat Grötzingen gewünschte Ausführung mit großzügigen transparenten Flächen sowie Holzlamellen übersteigt den vom Gemeinderat für die Gestaltung der nördlichen Lärmschutzwand bewilligten Kostenrahmen von 300.000 Euro erheblich. Dies auch, weil Wunsch ist, südliche Abschnitte der Lärmschutzwand in das Gestaltungskonzept einzubeziehen. Der Planungsausschuss sprach sich einhellig dafür aus, es bei den ursprünglich vorgesehenen Glaselementen zu belassen. Im Ausschuss hatte Ortsvorsteher Thomas Tritsch nochmals ausgeführt, dass Grötzingen insbesondere das Glasband im oberen Drittel der Wand ein Anliegen ist, da es die Höhe der Wand optisch drücke.

Mehrheitlich nicht folgen wollte der Ausschuss jedoch dem weiteren Wunsch aus Grötzingen, die Lamellen in Holz auszuführen. Aluminium-Elemente sind im Vergleich zu Holz-Elementen in der Herstellung um 128.000 Euro günstiger und auch in der Unterhaltung weniger aufwändig. Die Südseite bei der Kirchstraße, beim Spielplatz sowie bei der Kampmann- und Oberausstraße soll jeweils ein 10 bis 15 Meter langes Aluminiumlamellen-Band erhalten und ansonsten mit Bäumen sowie Rankgerüst begrünt werden. Die Begrünung schlägt mit Mehrkosten von rund 32.000 Euro zu Buche. Die Gesamtkosten für die Gestaltung der Lärmschutzwände belaufen sich nun auf rund 511.000 Euro.

Weitere Informationen

Rahmenplanung Höhenstadtteile

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