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Schlosslichtspiele werden im Jahr der Heimattage fortgesetzt

Hauptausschuss gab in nichtöffentlicher Sitzung grünes Licht für 2017 / Bisher schon 295.000 Gäste / OB Mentrup: Erfolgreiche Eigenmarke mit Zugkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus

Die Erfolgsgeschichte der Schlosslichtspiele wird auch im kommenden Jahr fortgeschrieben. Der gemeinderätliche Hauptausschuss gab - bei nur einer Gegenstimme - in nichtöffentlicher Sitzung am gestrigen Dienstag, 13. September, grünes Licht für die Fortsetzung der Lichtinszenierung der Schlossfassade auch im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg 2017. Ob das erfolgreiche Veranstaltungsformat, das unter der kuratorischen Regie des ZKM steht, künftig dauerhaft etabliert wird, soll nach der Evaluierung der Spielzeiten 2015 bis 2017 im Laufe des nächsten Jahres entschieden werden.

Überzeugt zeigte sich das Gremium von den Besucherzahlen, die mit bisher schon 295.000 Zuschauerinnen und Zuschauern die Erwartungen bei weitem übertroffen haben und bei um die Hälfte gekürztem Zeitraum deutlich höher lagen als im Geburtstagssommer. "Die Schlosslichtspiele entwickeln sich, neben dem Fest, zur erfolgreichsten Eigenmarke unserer Stadt", zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup mit Blick auf die Statistik beeindruckt. "Ihre Zugkraft wirkt zunehmend weit über die Stadtgrenzen hinaus und macht Karlsruhe zum sommerlichen Erlebnismittelpunkt der ganzen Region".

Das belegt auch eine Besucheranalyse, die das Amt für Stadtentwicklung auf der Grundlage einer Wochenendbefragung erstellt hatte. Danach kamen 44 Prozent der Besucherinnen und Besucher aus der Stadt, 32 Prozent aus der Region Mittlerer Oberrhein und der Pfalz sowie 19 Prozent aus dem übrigen Bundesgebiet. Internationale Gäste machten einen Anteil von fünf Prozent aus - nur einer kam aus dem Elsass. Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Schlosslichtspiele 2016 offensichtlich stärkere Fernwirkung entfalten als im Jahr des Stadtgeburtstags. Dabei spielt auch die Berichterstattung in den Medien eine bedeutendere Rolle: Presseberichte, Internetauftritt und Werbung haben über 19 Prozent der Befragten zu einem Besuch bewogen - fast doppelt so viele wie noch 2015.

Von dieser Magnetwirkung profitieren auch Gastronomie und Einzelhandel. Über 40 Prozent derer, die zu den Schlosslichtspielen nach Karlsruhe kommen, nehmen auch das gastronomische Angebot wahr. Über zehn Prozent verbinden den Aufenthalt mit einem Einkaufsbummel, knapp vier Prozent übernachten.

Aufgegangen ist auch das Finanzierungskonzept: Trotz sehr kurzem Vorlauf konnten insgesamt 650.000 Euro durch Sponsoring und Werbung, Standmieten und Verkaufserlöse, Crowdfunding, Incentives und das Kooperationsmarketing erlöst werden. Die restlichen 250.000 Euro zur Deckung der Gesamtkosten von 900.000 Euro trägt wie geplant die Stadt.

Ein Sonderlob aus dem Gremium gab es für das Team der Karlsruhe Event GmbH, das neben dem FEST auch die Schlosslichtspiele zum Erfolg geführt hat.

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