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Stupfericher Ortschaftsratskandidaten unterstützen die Jugend

Der Wahlkampf, die Wahlversprechen und der dumme Steuerzahler

Ein Kommentar von Samuel Degen

Jeder Wahlkampf hat seine Dynamik und Eigenheiten. So versprechen zunehmend die meisten Parteien landesweit plakativ ihre gewaltigen Segnungen, wenn der Wähler sie ankreuze und sie dadurch in Regierungsverantwortung kommen. Das aber ausschließlich auf Kosten der Steuerzahler - versteht sich.

Die einen versprechen ein "Rentnerparadies", ungeachtet der demographischen Tatsachen und gegen den ausgesprochenen Willen der Mehrheit der Jugend, die das bezahlen soll.

Andere wieder eine ominöse Schenkung in Deutschland von monatlich 1.000,- Euro an Jedermann, also auch dauerhaft an diejenigen, die jegliche Arbeitsleistung ungeniert strikt ablehnen. Ein leistungsfreies Schlaraffia-Einkommen aus der heißlaufenden Gelddruckmaschine also, das weit über 80% der Menschheit weltweit (78% haben weniger wie 3470 US$/ Einkommen im Jahr) trotz härtester Zuarbeit für unseren Wohlstand niemals erzielen kann.

Dritte versprechen wieder wundersamen Strom ohne Ende aus der Steckdose, ohne die allseits ungeliebten Kernkraftwerke, aber auch ohne Windkrafträder, Stauseen, Stromleitungen, Solardächer und Biogasanlagen, was de facto auf Kosten der Wähler auf einen teuren Zukauf von Atomenergie aus Frankreich und Tschechien hinausläuft.

Ein Hauptgrund für die Wählerverdrossenheit im Lande sind gerade diese meist unbezahlbaren und unerfüllbaren Wahlversprechen der Parteien, die das überschuldete deutsche Steuerzahler-Füllhorn so gar nicht hergeben kann. Zunehmend wird deshalb aus der Bevölkerung der Ruf laut, dass die Politiker für ihre Versprechen persönlich haften und nicht immer der Steuerzahler deren Stimmenkauf durch fantastische Wohlfahrtsversprechen bezahlen soll.

Und um genau das geht es aktuell in Stupferich. Also um Bürger, die viel Freizeit durch Mitarbeit im Ortschaftsrat für die Gemeinschaft opfern und auch mal persönlich aus der eigenen Tasche ihre Wahlversprechen finanzieren. Die Freien Wähler verzichteten somit im laufenden Wahlkampf auf die üblichen Wahlgeschenke und kündigten auf ihren Flyern an, das eingesparte Geld lieber an den Kindergarten und die Grundschule in Stupferich spenden zu wollen.

Deren Wettbewerber CDU hatte eine ähnliche Idee, also gab es auch hier keine Wahlgeschenke an Jedermann sondern eine Spendenankündigung für die Jugendabteilungen aller Stupfericher Vereine je nach der Anzahl erhaltener Stimmen, das ist unterm Strich eine ähnliche Summe wie die Spende der FWV an den Kindergarten und die Grundschule, im Gespräch sind gesamt ca. 1.000,- bei der FWV bzw. 1.600,- Euro bei der CDU.

Diese Spendenaktionen im Wahlkampf für die Kinder stammen rein aus den privaten Taschen aktiver Stupfericher Bürger und Kandidaten - weder die FWV als Wählervereinigung  noch die CDU als Partei erhalten bei einer Kommunalwahl externe Zuschüsse für ihren Wahlkampf.

Sind sich doch die beiden bürgerlichen Wettbewerber in Stupferich FWV und CDU (es gibt nur diese zwei Listen) in diesem Punkt offensichtlich einig, dass man ob dieser zwar unabgesprochenen und auch unterschiedlichen, aber gleich gut gemeinten Hilfe für die Stupfericher Kids nicht gegenseitig mit dem Finger aufeinander zeigen will - persönliches Bürgerengagement ist in Stupferich schon immer Ehrensache. Und Vereins- und Jugendarbeit sowieso.

Trotz diesem Stupfericher Konsens kommt nun Kritik auch von den politischen Wettbewerbern aus Stuttgart und Karlsruhe, die es aber selbst nicht geschafft haben, hier eine eigene Kandidatenliste aufzustellen. Dass Stupfericher OR-Kandidaten ihre Spenden für die hiesige Jugend aus eigener privater Tasche bezahlen, ist denen anscheinend so fremd, dass das nun auch wieder nicht recht ist. Ja was denn dann?

Also doch Politikverdrossenheit zeigen und "Die Partei" wählen, da kann dann wenigstens bumm bumm öffentlich gerammelt werden und jedermann freut`s.


Ergänzung, 21.05.14, 18:30 Uhr.
Soeben erhielten wir die Mitteilung, dass der CDU Ortsverband Stupferich die "Spendenaktion für die Jugendarbeit aller örtlichen Vereine" der Kandidaten zurückgezogen hat, die Plakate wurden entsprechend überklebt. Es gab rechtliche Bedenken wegen der Koppelung der Spenden der Kandidaten an die Anzahl der abgegebenen Stimmen. Es wird dort im Moment überlegt, alternativ zur nun verworfenen variablen eine fest definierte Spende für die Jugendarbeit in den Stupfericher Vereinen auszuloben. Sobald uns hierzu neue Infos vorliegen, werden wir an gleicher Stelle berichten, die Stupfericher Vereine können nach wie vor auf eine Unterstützung hoffen.


Stupferich im Wahlkampf - genau so schön wie immer.                                                               Foto: Samuel Degen

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